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Prof. Dr. Sabine Schleiermacher erhält Johann-Peter-Frank-Medaille

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Erlangen – Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) hat Prof. Dr. Sabine Schleiermacher die Johann-Peter-Frank-Medaille für ihr herausragendes wissenschaftliches Engagement verliehen.

„Mit ihren umfangreichen Forschungen zur Geschichte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, insbesondere zu seiner Rolle im 20. Jahrhundert, hat Prof. Schleiermacher entscheidende Beiträge zur historischen Aufarbeitung und zur wissenschaftlichen Fundierung des Fachgebiets geleistet“, betonte Dr. Johannes Donhauser bei der feierlichen Verleihung der Medaille auf dem 74. ÖGD-Kongress in Erlangen.

Prof. Dr. Sabine Schleiermacher ist Wissenschaftlerin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit der Entwicklung der Gesundheitsversorgung, der Sozialmedizin sowie der Funktion des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) unter wechselnden politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Ihre Arbeiten zur Rolle des ÖGD im Nationalsozialismus haben neue wissenschaftliche Perspektiven eröffnet und maßgeblich zur kritischen Reflexion der Geschichte des Fachbereichs beigetragen.

Im Rahmen ihrer Arbeit entstand unter anderem die bekannte Wanderausstellung des BVÖGD zur Rolle des ÖGD im Nationalsozialismus, die erstmals 2019 beim ÖGD-Bundeskongress in Kassel vorgestellt wurde und seither eine rege Nachfrage erlebt. Sie wurde mittlerweile von der Bundesgeschäftsstelle des BVÖGD über 20 Mal in alle Regionen der Bundesrepublik ausgeliehen.

Johann Peter Frank, geboren 1745 in Rodalben und gestorben 1821 in Wien, gilt als Begründer der öffentlichen Hygiene und eines sozialmedizinischen Gesundheitsdienstes. Die Johann-Peter-Frank-Medaille ist die höchste Auszeichnung des BVÖGD und wird seit 1972 jährlich auf dem Bundeskongress verliehen.